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Gründerinnen Interview: Eugenia Gagin von Dentalheld

Man wächst mit jeder Herausforderung

Wer bist du und was machst du mit deinem Start-up?

Mein Name ist Eugenia Gagin und ich bin die Mitgründerin von Dentalheld.de und
Climb & Rise

Was treibt dich täglich aufs Neue an?

Mit Dentalheld möchten wir die Materialbestellung für die Zahnarztpraxis so einfach und transparent wie möglich gestalten und die Digitalisierung in der Dentalbranche vorantreiben.

Mit Climb & Rise verbinde ich meine Passion für den Klettersport und möchte mehr Diversität in die Führungsebenen bringen – denn viele Eigenschaften, die für die Führungsrolle relevant sind, können gezielt durch klettertherapeutische Ansätze trainiert werden.

Wie bist du auf deine Gründungsidee gekommen?

Dentalheld entstammt der Idee meines Mitgründers Dr. Maximilian Auf der Lanver, der selbst Zahnarzt ist und die Probleme der Materialbestellung durch seine Tätigkeit gut kennt. Max und ich haben uns eher durch Zufall kennengelernt. Zuerst habe ich ihn als Beraterin unterstützt. Wir konnten uns jedoch so gut ergänzen, dass ich später als Mitgründerin bei Dentalheld eingestiegen bin.

Climb & Rise entstand durch meine Leidenschaft für den Klettersport und viele Impulse aus verschiedenen (Frauen-)Netzwerken, in welchen ich aktiv bin, sowie dem Austausch mit Gründerinnen und Frauen in Management Positionen. Ich habe häufig gemerkt, dass ich regelmäßig wichtige Fähigkeiten an der Kletterwand trainiere, die auch anderen weiblichen Führungskräften bei ihrer Tätigkeit unterstützen können. Mit Larissa Kranisch konnte ich eine Klettertherapeutin für das Projekt gewinnen, die seit einigen Jahren den Klettersport nutzt, um Menschen bei ihren Herausforderungen zu Coachen und ihnen dabei hilft über sich selbst hinaus zu wachsen.

Wann wusstest du, dass du gründen wirst?

Bei Dentalheld hat es sich quasi „so ergeben“.

Bei Climb & Rise war der Moment, als Larissa zugesagt hat, dass sie die Idee mit mir umsetzen möchte.

Was war das Verrückteste, was du für deine Gründung getan hast?

Bei Climb & Rise war das Verrückteste,  Larissa bei LinkedIn anzuschreiben und ihr direkt meine Idee zu Pitchen – wir kannten uns zu dem Zeitpunkt noch gar nicht. Spätestens beim ersten Video-Call hatte sich alle Informationen zum Projekt.

Manche würden das als verrückt bezeichnen, weil ich mit einer Person, die theoretisch die Idee hätte „klauen“ können, alles offen geteilt habe, ohne diese Person zu kennen – aber für mich war klar, dass ich mit ihr ab Tag 1 ehrlich sein möchte und entweder es passt oder es „soll nicht sein“.

Was war bisher deine größte Herausforderung? Und wie hast du sie gemeistert?

Das Unternehmertum ist jeden Tag eine große Herausforderung. Und ich bin der Meinung, dass „Durchhalten“ und „Kämpfen“ einen durch schwierige Situationen bringen können. Vieles fühlt sich in dem jeweiligen Augenblick als großes Problem an, aber wenn man es erstmal erfolgreich hinter sich gelassen hat, sieht man, wie sehr man gewachsen ist.

Welche Eigenschaft braucht man als Gründer*in?

Durchhaltevermögen. Ansonsten sollte man ein gutes Team haben, das sich in den Eigenschaften gut ergänzt.

Was ist für dich das schönste daran, Gründerin zu sein?

Ich kann meine eigenen Ideen umsetzen, ohne jemanden um Erlaubnis zu bitten. Und es ist eine Reise, auf der man unglaublich viel lernt und mit jeder Herausforderung wächst.

Wenn du heute mit deiner Gründungsidee nochmal neu starten könntest, was würdest du diesmal anders machen?

Bei Dentalheld hätte ich viel früher angefangen mit anderen über die Idee zu sprechen und die Idee pitchen. Wir haben am Anfang angenommen, dass außerhalb der Dentalwelt keiner ein Interesse an Dentalheld haben würde. Dabei haben wir vergessen, dass fast jeder einen Zahnarzt kennt – wir haben damit auf viel kostenlose PR verzichtet 😉

Ist es schlimmer zu Versagen oder es nie versucht zu haben?

Es nie versucht zu haben, denn dann weiß man nicht, ob man nicht vielleicht doch erfolgreich gewesen wäre – es gibt auch kein „versagen“. Oder würden wir es als Versagen bezeichnen, wenn ein Kind, das Laufen lernt, hinfällt?

Wir sind im ständigen Lernprozess und wir wachsen an unseren Aufgaben.

Was würdest du gründungsinteressierten Frauen und Gründerinnen, die am Anfang stehen, mitgeben wollen?

Gründen ist anstrengend, aber es macht auch süchtig. Sprecht so früh wie möglich über eure Idee, erweitert euer Netzwerk und versucht nicht alles allein zu machen. Sucht euch Menschen, die euch auf eurem Weg unterstützen und vor allem andere Gründer*innen mit denen ihr euch nicht nur über die guten, sondern vor allem auch über die harten Momente eurer Gründerinnen-Reise ehrlich austauschen könnt. Denn davon wird es einige geben.

Gibt es etwas in deiner Gründung, bei dem du gerade konkret Hilfe benötigst?

Mehr Sichtbarkeit für Climb & Rise und Kontakt zu Unternehmen, die solche Workshops mit uns umsetzen möchten, um mehr Frauen im Unternehmen für die Führungsrolle zu begeistern bzw. Frauen in Führung bei der Herausforderung der Führungsposition zu unterstützen.

Wie können sich unsere Leser*innen mit dir vernetzen?

Vielen Dank, Eugenia. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft!

Romina Bayer

Romina Bayer

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