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Drei Personen stehen nebeneinander, es handelt sich dabei um eine Frau und zwei Männer. Die Frau steht in der Mitte und trägt einen gelben Pullover, sie hat braune lockige Haare.

Gründerinnen Interview: Anne Janser

"Go with the flow!" - Gründerin Anne Janser zeigt, warum Flexibilität wichtig ist.

Wer bist du und was machst du mit deinem Start-up?

Ich bin Anne, Co-Gründerin der WorXplorer GmbH. Als Gründerteam haben Mirko, Daniel und ich mit dem WorXplorer ein interaktives Coaching-Tool entwickelt, mit dem Berufstätige auf spielerische Art und Weise für sich herausfinden können, was ihre Ziele, Motive und Energiegeber bei der Arbeit sind und wie gut der aktuelle Job zu ihren Bedürfnissen passt. Wir beraten Einzelpersonen bei beruflichen Fragestellungen und ihrer Karriereplanung, qualifizieren Coaches und Berater:innen, wie sie unser Tool für die eigene Arbeit nutzen können und unterstützen Unternehmen rund um das Thema Mitarbeiterentwicklung und -bindung, unter anderem mit Trainings für Mitarbeitende und Führungskräfte.

Eine Frau mit lockigen kurzen Haaren. Sie trägt einen Pullover mit Mustern und steht vor einem weißen Hintergrund.

Wie bist du auf deine Gründungsidee gekommen?

Mein Mitgründer Daniel wurde als Personaler und Berater immer wieder von Unternehmen angefragt, Mitarbeitende in ihrer beruflichen Entwicklung so zu unterstützen, dass sie ihre Stärken und Interessen im Unternehmen gewinnbringend einsetzen können. Dabei wurde klar, wie herausfordernd es ist, die eigenen Entwicklungsziele wirklich greifbar, verständlich und besprechbar zu machen. Seine Suche nach einem abgesicherten und einfachen Hilfsmittel blieb erfolglos, sodass er sich entschloss, selbst einen wissenschaftlichen Fragebogen zu entwickeln. Mit seiner Expertise als promovierter Psychologe und Testentwickler hat er den WorXplorer in seiner Ursprungsversion entwickelt und durch umfassende Recherchen, Interviewverfahren und Studien mit mehreren Hochschulen evaluiert und abgesichert. Mirko und ich haben Daniel über die Hochschule kennengelernt und konnten über unsere Masterarbeiten weitere Erkenntnisse gewinnen, die für die Weiterentwicklung des WorXplorers sehr hilfreich waren. Uns war schnell klar, dass wir dieses wertvolle Tool unbedingt mehr Menschen und Unternehmen zugänglich machen wollen. Ich war von Anfang an angefixt von der Idee und war überzeugt davon, dass wir damit einen wichtigen Beitrag leisten können. Wir haben dann den WorXplorer gemeinsam auf Basis unserer Erkenntnisse und Ideen weiterentwickelt und sind weg gegangen von einem klassischen Papier-Fragebogen, hin zu einem digitalen spielerischen Tool mit Workshopcharakter. Unsere User bestätigen uns, dass die Bearbeitung so deutlich mehr Spaß macht und bereits während der Anwendung zum Reflektieren anregt und neue Erkenntnisse weckt.

Was war bisher deine größte Herausforderung? Und wie hast du sie gemeistert?

Ich kann gar nicht so konkret sagen, was für mich DIE größte Herausforderung auf der Gründungsreise war. Es gibt ständige Ups and Downs. Als sehr herausfordernde Phase habe ich zum Beispiel die Anfangszeit unserer Gründungsreise erlebt. Es ist sehr überfordernd komplett bei null zu starten und erstmal überhaupt Fuß in dem ganzen Thema Gründung zu fassen mit allem, was dazu gehört: Fördergelder beantragen, sich auf Stipendien bewerben, Gesellschaftsvertrag ausarbeiten usw. Wir kamen am Anfang kaum dazu, uns wirklich mit der eigentlichen Idee und den Inhalten zu beschäftigen, weil wir uns erstmal orientieren und ein Grundgerüst bauen mussten. Da hatte ich oft das Gefühl, wir drehen uns im Kreis, verlieren uns im Kleinen und kriegen die großen wichtigen Themen nicht so richtig angepackt. Mittlerweile haben wir uns aber wirklich hilfreiche Strukturen, Rollen und Abläufe geschaffen und sind natürlich auch miteinander ganz anders eingespielt. Jetzt gerade ist eine Phase, in der sich alles ein bisschen gesetzt hat, mir die Arbeit richtig viel Spaß macht und wir auch Früchte ernten können. Jetzt beschäftigen uns dafür wieder andere Herausforderungen, wie Verzögerungen in der Programmierung, unklare oder sich verändernde Rahmenbedingungen in Kundenprojekten, immer zu wenig Zeit für viel zu viele gute Ideen und und und. Aber mit Herausforderungen umzugehen und aus seiner Komfortzone rauszutreten, gehört für mich zum Gründen dazu und macht mir persönlich auch sehr viel Freude.

Das Programm WorXplorer wird auf einem Laptop gezeigt.

Was war bisher dein schönster Erfolg?

Es gab viele kleine und große Erfolgsmomente. Da sind für mich zum einen diese sichtbaren Meilensteine wie z.B. die erfolgreiche Anmeldung unserer Marke, gemeinsam beim Notar zu sitzen und den Gesellschaftsvertrag unserer GmbH zu unterschreiben, als wir das erste Mal unser WorXplorer-Tool mit sehr viel positiver Resonanz beim Kunden eingesetzt haben oder als wir unser WorXplorer-Kartenspiel das erste Mal im Büro ausgepackt haben.

Am meisten in Erinnerung geblieben sind mir persönlich aber die Momente, wo ich gemerkt habe, da hat es bei Menschen durch die Arbeit mit dem WorXplorer gerade wirklich „Klick“ gemacht, da hat sich innerlich etwas zurechtgerückt. Das Gefühl, mit der eigenen Selbstwirksamkeit, die Selbstwirksamkeit von anderen Menschen anzustoßen ist das schönste Erfolgserlebnis für mich. Ganz besonders habe ich das wahrgenommen, als wir die ersten tollen WorXplorer-Coaches in zwei Workshoptagen in unseren Büroräumen in Köln in der Anwendung des WorXplorers ausgebildet haben. Die Coaches haben sich von unserem Enthusiasmus anstecken lassen, hatten wertvolle Impulse, eigene Ideen und Lernerfolge. Am Ende der zwei Tage standen mein Mitgründer Daniel und ich in unserem Büro und alles war tapeziert mit wertvollen Arbeitsergebnissen auf Sticky-Notes, Flipcharts und Co. Da waren wir einfach nur mächtig stolz und haben gemerkt, dass wir die Leute erreichen und dadurch gemeinsam echten Mehrwert schaffen können.  

Was ist für dich das schönste daran, Gründerin zu sein?

Das Schönste ist für mich, dass wir etwas geschaffen haben, wo ich aus vollem Herzen hinter stehe und was ich aus Überzeugung in die Welt hinaustrage. Es ist sehr erfüllend, wenn sich meine eigene Begeisterungsfähigkeit für unser Produkt und unsere Vision auf andere Menschen überträgt, dadurch etwas ins Rollen kommt und wertvolle Dinge entstehen. Ich bin sehr stolz, wenn ich daran denke, was aus unserer ersten Idee alles entstanden ist. Wir haben mittlerweile vielseitig einsetzbare und bedarfsgerechte WorXplorer-Produkte, laufende Kundenprojekte in großen Unternehmen und eine Community an inspirierenden WorXplorer-Coaches, die immer weiter wächst. Und für das Alles waren wir die Quelle und die Gestalter. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit meinen beiden Mitgründern Mirko und Daniel für mich sehr bereichernd, weil ich schon so viel von ihnen auf verschiedenen Ebenen lernen konnte und ich immer das Vertrauen habe, dass wir uns wirklich aufeinander verlassen können. Wir investieren aber auch Zeit und Ressourcen in unsere Zusammenarbeit (man könnte es auch eher Beziehungsarbeit nennen) und das zahlt sich total aus und trägt einen großen Teil dazu bei, dass ich diesen Job so gerne mache.

Was würdest du gründungsinteressierten Frauen und Gründerinnen, die am Anfang stehen, mitgeben wollen?

Spürt in euch hinein, ob eure Idee und euer Gründungsvorhaben ein wirkliches Feuer in euch entfacht. Wollt ihr Gründerin sein, weil euch der Gründungs-Lifestyle irgendwie reizt oder weil ihr wirklich ein Herzensthema habt, was euch antreibt und hinter dem ihr zu 100% steht. Meiner Erfahrung nach braucht es unbedingt diesen inneren Motor und Antreiber, um langfristig die Motivation aufrecht zu erhalten, denn Gründen ist ein Marathon, kein Sprint. Gleichzeitig braucht es aber auch eine gute Portion Realismus, ein gewisses strategisches Gespür und einen kritischen Blick auf die Dinge. Und da es fast unmöglich ist, alle diese Eigenschaften als einzelne Person gleichzeitig abzudecken, kann ich nur empfehlen, sich als Team zusammenzufinden und gemeinsam zu überlegen, wer welche Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringt und wie man das gewinnbringend für die Zusammenarbeit und für die strategische Ausrichtung nutzen kann. Und als letztes: Go with The Flow! Traut euch, liebgewonnene Pläne auch wieder über Bord zu werfen, die richtigen Gelegenheiten zu nutzen, um daraus wieder etwas Neues zu schaffen und lasst euch gleichzeitig nicht von allen Seiten reinquatschen, sondern bleibt eurer Kernvision und euren Werten treu.

Gibt es etwas in deiner Gründung, bei dem du gerade konkret Hilfe benötigst?

Ich würde einfach alle herzlich einladen, die das gerade lesen und entweder selbst im Personalbereich arbeiten oder jemanden kennen, der sich mit Mitarbeiterentwicklung, -bindung und -motivation beschäftigt, auf uns zu verweisen. Wir freuen uns immer über spannende neue Kontakte und Use-Cases.

Berater:innen, Coaches oder Trainer:innen, die auf der Suche nach einem neuen hilfreichen Coaching-Werkzeug sind und zudem Bock auf eine inspirierende Community mit viel Austausch und Mitgestaltungsmöglichkeiten haben – meldet euch bei uns und kommt mit an Bord. Unsere Ausbildung zum WorXplorer-Coach macht nicht nur wahnsinnig viel Spaß, sondern bietet euch wirklich viele Chancen, neue spannende Projekte für eure eigene Beratungstätigkeit zu realisieren. Netzwerk zu anderen Coaches und Anknüpfungsmöglichkeiten an unsere Kundenprojekte inklusive! 

Ansonsten sind wir kurz- und langfristig auf der Suche nach engagierten und talentierten Menschen, die Lust haben, uns zu unterstützen. Ganz konkret wollen wir die Themen Marketing, Programmierung/IT und Social-Media professionalisieren. Meldet euch aber auch gerne bei uns, wenn ihr in anderen Bereichen unterwegs seid, aber jetzt angefixt seid und Lust habt, mitzumachen.

Wie können sich unsere Leser*innen mit dir vernetzen?

Meldet euch gerne direkt bei mir per Mail oder vernetzt euch über Instagram und LinkedIn

Außerdem findet ihr uns auf unserer Webseite und könnt unser gesamtes Team per Mail erreichen.

Vielen Dank Anne, wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft! 

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Lena Snykers

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